„Assoziatives Befragen": sanfte Methoden gegen unterbewusste Ängste
Mogán/Gran Canaria (hn) - Gesund, glücklich, erfolgreich... Wer
möchte das nicht sein? Und der Blick auf den Buch- und Seminarmarkt
schließt sofort jeden Zweifel aus: Jedes Ziel ist für jeden erreichbar.
Doch in den seltensten Fällen ist es mit einer Handvoll Affirmationen
und Visualisierungen getan, um die Dinge wirklich und dauerhaft ins Lot
zu bringen. Auch der Gang zum Psychotherapeuten ist für viele Menschen
der Beginn einer langen, teuren Reise ohne Ankunftsgarantie.
Gibt es überhaupt Methoden, die zu einer echten Lösung führen und
dabei auch noch bezahlbar sind? Ja, es gibt sie. Andrea Nagel,
ganzheitliche Beraterin für Unternehmen und Privatpersonen, stellt das
Assoziative Befragen als erfolgreiches Werkzeug und Fallbeispiele aus
ihrer Beratungspraxis vor.
„Der Mensch denkt, das Unterbewusstsein lenkt"
Das
„Assoziative Befragen" ist eine Beratungsform, die aus der
Reinkarnationstherapie hergeleitet ist. Mithilfe gezielter Fragen, die
die Klienten bei vollem Bewusstsein beantworten, werden prägende
Ereignisse in Erinnerung gerufen und in der anschließenden Analyse in
Verbindung mit der Situation gebracht, die gelöst werden soll. Diese
prägenden Ereignisse wirken wie hypnotische Befehle auf unser
Unterbewusstsein, „fixe Ideen", denen die Seele zu ihrem eigenen Schutz
folgen muss, manchmal über Jahre oder ein Leben lang unerkannt. Die
Macht dieser Mechanismen wird oft unterschätzt, wird stattdessen
versucht, mit Verstand, eisernem Willen und noch größerem Einsatz
dagegen zu steuern - mit verheerender Wirkung. Erst durch das
Bewusstwerden, Aussprechen und die Einordnung in den wirklichen Kontext
verlieren die Mechanismen ihre Wirkung, wird Raum frei für neue
Handlungsmöglichkeiten.
Beispiel 1: Endlich frei von Panikattacken
Bettina
(Name von der Autorin geändert) hat es geschafft: Sie ist ihre
Panikattacken los, die in den letzten Jahren ihr ständiger Begleiter
waren. Kein Tag, an dem sie keine Angst hatte, sich ihr nicht die Kehle
zuschnürte, beim Autofahren, beim Gang über die Straße, selbst im
eigentlich gemütlichen Beisammensein mit ihrer Familie. Drei Jahre lang
ging sie zwei- bis dreimal wöchentlich zur Gesprächstherapie, durch die
sie sich gestärkt fühlte. Doch dieses Gefühl dauerte nie lange an. Auf
den ersten Blick ganz banale Situationen konnten sie sofort wieder
auslösen, die panische Angst, ihr Leben zu verlieren. Die einzige
Erlösung: ein neuer Termin bei ihrem Therapeuten. 120 Euro pro Stunde
für ein kurzes Aufatmen von nicht absehbarer Dauer.
Bettina kam
an einem Punkt ihres Lebens zu mir, an dem ihr nichts mehr Freude
machte und an dem sie fast alle sozialen Bindungen verloren hatte. Ihre
Familie und Freunde verstanden ihre Panik nicht, taten sie als
unbegründet ab und verschlimmerten ihre Wirkung dadurch noch. Im Büro
traute sich Bettina nicht, darüber zu reden, schloss sich manchmal in
der Toilette ein, bis die Attacke vorüber war, sie wieder Luft holen
und ihrer Tätigkeit nachgehen konnte. Nur mit immenser Kraftanstrengung
gelang es ihr noch, ihren Alltag zu bewältigen.
Nach einem
telefonischen Vorgespräch empfahl ich ihr das „Assoziative Befragen",
weil ich vermutete, dass die Ursachen für Bettinas Panik in einem
Ereignis lagen, das sie vergessen oder verdrängt hatte, das aber auf
ihre Seele und somit auf ihre Gefühle und Handlungen im Alltag
entscheidenden Einfluss hatte.
Bettina besuchte mich in meinem
Seminarhaus in Gran Canaria. Eine Woche lang arbeiteten wir zusammen.
Schon nach den ersten Sitzungen zeigte sich deutliche Besserung: Ich
hatte sie durch die Pränatale geleitet, die Zeit im Mutterleib zwischen
Zeugung und Geburt. Eine Zeit, in der wir ungeschützt den Gedanken und
Gefühlen unserer Mutter und des gesamten Umfelds ausgesetzt sind und
diese ungefragt als eigene Leitmotive übernehmen. Hier stießen wir auf
ein Ereignis, das in Bettina den Keim für das Gefühl der Bedrohung
legte: Ihr hatte sich bei der Entbindung die Nabelschnur um den Hals
gelegt. Doch wo war der Zusammenhang zu ihren Panikattacken? Wir gingen
noch weiter zurück und fanden heraus, dass Bettina in einem früheren
Leben gehängt worden war. Das war das fehlende Steinchen im Mosaik: Die
um den Hals gelegte Nabelschnur erzeugte in Bettina erneut das Gefühl
von Gehängtsein, reaktivierte so das grausame Erlebnis aus dem längst
vergangenen Leben und führte zu den todesangstähnlichen Zuständen, die
sich jahrelang niemand erklären konnte.
Am Ende der gemeinsamen
Woche waren Bettinas Panikattacken ganz verschwunden. „Ich lebe
wieder", sagte sie beim Abschied, „alle Zäune und Mauern sind weg, die
mir die Sicht auf meine Möglichkeiten und auf mein Glück versperrt
haben."
Bettina ist bis heute völlig beschwerdefrei. An ihrem
Beispiel zeigt sich deutlich: Die Arbeit an den ihr bewussten
Konflikten reichte nicht aus. Das unbewusste, längst vergessene
Erlebnis war die Ursache für ihr scheinbar auswegloses Leiden. Es löste
sich im Moment der Bewusstwerdung und der gemeinsamen Einordnung in die
damalige Situation auf.
Beispiel 2: Sich vom Leben wieder berühren lassen
Ich
erinnere mich noch genau an Herberts (Name von der Autorin geändert)
Gesichtsausdruck, als wir uns das erste Mal sahen. Es war der eines
unglücklichen Kindes, dem sich die ganze Welt bot - und gleichzeitig
verbot. Herbert konnte nichts anfassen, ohne sich danach rituell
mehrmals die Hände zu waschen und sie obendrein noch mit scharfen
Chemikalien zu desinfizieren.
Jeder Griff zum Telefonhörer, ins
Portemonnaie beim Einkaufen, jede hingehaltene Hand zum Gruß... für
Herbert eine unvorstellbare Qual, wenn sich nicht gleichzeitig ein
Waschbecken und eine Flasche Desinfektionsmittel boten, mit denen er
den vielen Bakterien dieser Welt den Garaus machen konnte, die ihm
überall auflauerten.
Herbert ging kaum noch aus dem Haus,
geschweige denn zur Arbeit. Die meisten Menschen hielten ihn für
verrückt und mieden seine Gegenwart. Nicht einmal zur Taufe seines
Enkels konnte er gehen. Wie hätte er der versammelten Gesellschaft
erklären sollen, dass er sich nach jedem Händedruck dreimal waschen und
mit Sagrotan besprühen müsste? Sein soziales Leben hatte sich in Nichts
aufgelöst.
Wir arbeiteten mit dem „Assoziativen Befragen" und
durchforsteten sein jetziges Leben auf Ereignisse, die die Ursache für
sein Leiden sein könnten. Doch nichts deutete auf einen derartigen
Mechanismus hin. Auch die Pränatale, die Zeit vor und während seiner
Geburt, ergab keine Auffälligkeiten. Doch in einem früheren Leben
wurden wir fündig: Herbert hatte in einer früheren Existenz Leichen
eingesammelt, die von der Pest befallen waren, eine ekelhafte,
grauenerregende Arbeit, die in jeder Sekunde mit der Angst vor dem
gleichen Schicksal in Verbindung stand. Eine Indien-Reise in diesem
Leben hatte diese uralte Angst reaktiviert: Plötzlich sah Herbert
überall Bakterien! Der Waschzwang nahm seinen Lauf...
Herbert
ist in christlicher Tradition aufgewachsen und konnte sich zunächst
nicht vorstellen, schon einmal gelebt zu haben. Doch er verstand den
Zusammenhang, dass - Beweisbarkeit früherer Existenzen hin oder her -
die von ihm gesehenen Bilder sein Thema aufzeigten, sein unbewusst
ablaufendes „Überlebensprogramm", und uns damit zur Lösung führten. Als
sich Herbert dieser Verbindung bewusst wurde, fiel eine tonnenschwere
Last von ihm ab. Heute genießt er das Leben in vollen Zügen, geht
wieder arbeiten und gerne unter Menschen. Seine Desinfektionsmittel hat
er in die hinterste Schublade verbannt. Er braucht sie nicht mehr. Wenn
etwas ansteckend ist in seinem Leben, dann sein Lachen, das von einem
Mann kommt, der sich wie neugeboren fühlt.
Andrea Nagel arbeitet als ganzheitliche Beraterin für Unternehmen
und Privatpersonen in Mogán, Gran Canaria. Zu ihren erfolgreichen
Werkzeugen gehören das Assoziative Befragen, die Familien- und
Organisationsaufstellung und die Architektonische Arbeit (Holistisches
Feng Shui). Ihre Beratungen finden einzeln und in Gruppen mit maximal
vier Teilnehmern statt.
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Pressekontakt:
Andrea Nagel
Calle San Antonio de Padua 6
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