Kosten für Gesundheitssystem könnten halbiert werden
Wien (hn) - Die Kosten für das Gesundheitswesen könnten jedes Jahr
halbiert werden, wenn sich die Menschen mehr bewegen. Darauf hat der
Trainer und Buchautor Gert von Kunhardt („Keine Zeit und trotzdem fit"
Campus-Verlag) auf einem Symposium in Wien hingewiesen. „Ob Diabetes,
Herz-Kreislauf- oder Organerkrankungen: Durch Bewegung lassen sich fast
alle Krankheiten in der westlichen Welt vermeiden oder therapieren", so
von Kunhardt.
Im Dialog mit dem österreichischen Biochemiker Dr. Josef Penninger
verwies Gert von Kunhardt darauf, dass sich Gesundheit nicht nur auf
medizinische Entwicklung stützen dürfe. Der Schlüssel zur Gesundheit
sei regelmäßige Bewegung. „Bewegungsaktive Menschen werden bei
Herz-Kreislauf-Untersuchungen als physiologisch zwanzig Jahre jünger
eingestuft", so von Kunhardt. Krankheiten wie Demenz können „mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" verhindert werden.
Regelmäßige
Bewegung werde in der gesundheitlichen Bedeutung unterschätzt. „Es ist
besser sich falsch zu ernähren als sich zu wenig zu bewegen", so von
Kunhardt. Die Ernährung liefere zwar die Chemie für den Stoffwechsel,
aber ohne Bewegung gebe es keinen Stoffwechsel. „Da nützt dann auch die
beste Ernährung nichts."
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