Wichtig – sich immer wieder Zeit zu nehmen

Es ist so einfach und doch stolpern wir immer wieder darüber. Zeit nehmen, was kostet das schon? Und doch nehmen wir sie für uns selbst immer am wenigsten. Ja mir geht es selbstverständlich auch so, und auch aus Gesprächen entnehme ich immer wieder das Bedürfnis, und doch fehlende Zeitmanagement. Ich, wie auch meine Klienten erwischen uns immer wieder dabei die Reize im außen zu bedienen und sich selbst zu Letzt zu bedienen. Das was am Ende des Tages übrig bleibt, ja das ist dann die freie Zeit für uns. Aber seien wir mal ehrlich, oftmals sind wir dann schon so platt oder Gedanken überlagen, das von Ruhe gar nicht mehr wirklich die Rede sein kann. Wir schauen noch ein wenig TV, reden mit unseren Liebsten (meist oberflächlig) und dann schnell ins Bett, in der Hoffnung das es morgen schon besser (funktionieren) wird. Und so reiht sich schnell ein Tag an den anderen und ehe wir uns versehen ist das „mal eben“ zur Gewohnheit geworden und wir werden krank und oder unzufrieden

Mahatma Gandhi  sagte einst:

Es gibt Wichtigeres im Leben,
als sein Tempo zu beschleunigen

Der rasante Wandel, die Zunahme an Informationen mit denen wir uns auseinander gesetzt sehen, sowie die stetige Erreichbarkeit und Abrufbarkeit für Dritte schadet unserer Seele. So sehr das selbst Magazine wie „welt online“[2] eigene Berichte darüber verfassen, Ärzte und Krankenkassen bereits heute die höchsten Wachstumsraten in den psychischen Krankheiten versehen und wage in die Zukunft prognostizieren, das psychische Erkrankungen den Status einer Epidemie erreichen können. Nur schauen sie nicht sehr weit in die Zukunft.
Unser Leben hat sich verändert, so sehr und so schnell das der Mensch heute noch nicht seinen Platz gefunden hat. Ich bin der Meinung dass er sich versucht an der großen Gruppe, Gesellschaft versucht zu orientieren.

Die Psyche verhält sich wie die inneren Organe. Wird die Lunge z.B. mit Verschmutzungen überlastet, zeigt sie Ausfälle. Kein anderes Organ reagiert anders, so auch die Psyche. Sie wird krank, und wir mit ihr. Weil wir nur versuchen Schritt zu halten, mit zu halten. Nachmachen und nicht mehr bei uns bleiben. Können wir noch inne halten? Wieder zur Ruhe zu kommen? Uns selbst fühlen, spüren und wahr nehmen? Erkennen wir noch unsere Wünsche, und selbst ?
Die Folgen kennen wir heute bereits ganz genau. Bedenklich nur das wir sie zu Teilen als modisch mit integrieren: Depressionen, Burnout, Überforderung, säntliche körperlichen Reaktionen wie Tinitus, Herzinfarkt usw.

Mir fällt es ganz häufig sehr schwer mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren und einem Selbst umzugehen. Es sind immer wieder diese Momente, inne zu halten und die Augen auf zu machen. Die Gelegenheiten sind da, nur müssen wir uns auch die Zeit nehmen dieses zu tun, tun zu wollen.

Wir leben im 21. Jahrhundert auf einem Höchststand des Wohlstandens. Nur eines haben wir nicht mehr – Zeit. Wir haben zig Tausend Dinge erschaffen die uns das Leben erleichtern sollen, mehr Zeit generieren sollen und doch arbeiten wir sehr häufig um deren Bezahlbarkeit gewährleisten zu können.
Dabei liegen die Möglichkeiten in dieser Welt, in dieser Zeit mehr als offen. Neben den einfachsten Dingen wie einem Spaziergang oder einem Waldspaziergang gibt es Möglichkeiten die ein jeder schon einmal gehört hat: Yoga, Tai Chi, Meditation, usw.

Warum also nehmen wir uns nicht mal wieder die Zeit und kümmern (investieren) in uns. Warum immer nur im Außen für andere….

 

Quellen

[1] wikipedia – Entschleunigung
[2] welt online – Die Beschleunigung des Lebens schadet unserer Seele
[3] Umgang mit Zeit

• Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören dazu.
(Hans Christian Andersen)

 

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