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Esoterik Gleichgewicht Forum
21. November 2008, 04:54:34 *
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Autor Thema: verliebt in den Therapeuten  (Gelesen 6272 mal)
Sybille
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« am: 10. Mai 2005, 14:54:15 »

Hallo,
meine Frage ist sehr ungew?hnlich aber ich bin in gro?er Besorgnis, auch was mein Gewissen angeht. Mein Chef, der wie ich Heilpraktiker und Physiotherapeut ist und sich seit ca. 25 Jahren mit asiatischer Medizin besch?ftigt, hat regelm??ig sexuelle Verh?ltnisse zu seinen Patientinnen. Ich bin seit 3 Jahre in seiner Praxis und bekomme vieles mit, schweige aber aus Angst meinen Arbeitsplatz zu verliehren. Er stammt aus dem eurasischen Raum und hat wohl eine andere Einstellung zu Frauen und K?rperlichkeit... aber ich sehe auch wie die Frauen, die er nicht mehr "bevorzugt" da immer neue in Aussicht sind, leiden.
Was kann ich tun?  :oops:
Danke S.
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B_
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« Antwort #1 am: 14. Mai 2005, 16:35:35 »

Hallo Sybille,

ich glaube dein Anliegen ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Generell ist dein Chef oder seine Klienten f?r sich selbst verantwortlich. Es geh?ren immer zwei Menschen zu sowas. Und ich entnehme nicht deinen Worten das er sie dazu zwingt.
F?r dich solltest DU wichtig sein. Was macht das was passiert bei dir? Bist zu dir selber ehrlich gegen?ber?

Gru? B!
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Oh Menschen Seele vergi? nicht das du Fl?gel hast"
Sybille
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« Antwort #2 am: 17. Mai 2005, 15:21:20 »

Hallo,
Ja, v?llig richtig, er und die Damen sind Eigenverantwortlich. Ich finde es nur sehr schade, wenn man sein Wissen nicht ausschlie?lich zu heilenden Zwecken einsetzt sondern auch Menschen damit manipuliert. Gerade wenn man mit Akupressur... Energiearbeit leistet und die Patienten ?ffnet... Nat?rlich gehen die Damen freiwillig auf ihn ein, aber sie begreifen wenig, dass sie eben auch durch ihr Vertrauensverh?ltnis manipulierbar sein k?nnen. Er besitzt gute Menschenkenntnis, eine gelassene, freundliche und selbstsichere Ausstrahlung und kann sehr charmant sein. Manche Menschen projezieren dann auch ihre Gef?hle auf Denjenigen, der ihnen hilft und (in diesem Fall - vorerst-) guttut.
Er tut also nichts gegen den Willen der Frauen, aber die Frauen merken nicht, das er ?ber die Jahre eine ausgefeilte Technik anwendet, bei der er ungef?hr einsch?tzen kann, wie und wann die betreffende Frau "zug?nglich" wird.
Ich sch?tze meinen Chef fachlich, aber zum Ethos eines Heilpraktikers geh?rt auch die klare Einhaltung der Grenzen eines Behandlungsverh?ltnisses. ?brigens m?chte ich wirklich nicht mit einer dieser Frauen tauschen, denn nach erfolgreicher Eroberung wird die Dame bald durch die N?chste ersetzt, die eine entsprechende Herausforderung darstellt und schon in "Bearbeitung" genommen wird. Kein Traummann!!! Eher ein Albtraum mit einer Ehefrau, die ihm das Hinterland warm und trocken h?lt.
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B_
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« Antwort #3 am: 19. Mai 2005, 11:37:23 »

Ich glaube die Zeit wird hier schon eine entsprechende Harmonie bereit halten. Aber es ist durchaus ein Ph?nomen welches ich auch schon ein, zweimal bei Heilpraktikern beobachten konnte. Vielleicht ist es einfach wichtig f?r viele diese Erfahrung zu machen..
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Oh Menschen Seele vergi? nicht das du Fl?gel hast"
Sybille
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« Antwort #4 am: 27. Mai 2005, 10:40:39 »

Hallo B!
Desshalb hei?t das Forum wohl auch "Gleichgewicht" weil alles seinen Sinn hat, um ins Gleichgewicht zu kommen.
Nat?rlich kann man niemandem die Erfahrungen die er machen mu? vorenthalten und auch die Freuden und den Schmerz nicht. Am Ende geht es hier wohl auch um Menschen, die eine ?hnliche Lernerfahrung in ihrem Leben machen m?ssen.
 
Ich glaube, dass hier 2 ?hnliche sich anziehende Verhaltensmuster am Werk sind; zum einen eine Vertrauensperson, die durch Ihre ?ffentliche Stellung auch eine entsprechende ?Machtposition? inne hat, zum anderen jemand, der Hilfesuchend, schutzbed?rftig in einer ?geschw?chten? Position ist - und beide hier aufeinander treffen. Beide versprechen sich durch die Beziehung zum Anderen Erh?hung, Aufwertung, vielleicht sogar Heilung.

Der Mann in seiner Machtposition leidet m?glicherweise an einem "Mutterkomplex" (die Mutter die den Sohn emotional zu stark an sich gebunden hat, von der keine Abnabelung stattgefunden hat und die den Sohn als Ersatzmann zu fr?h mit Ihren Problemen belastet hat... so das dieser Angst vor dem Weiblichen und den damit verbundenen Emotionen hat...Thema: Mutters?hne und Machos) sucht den erotischen Kick und Best?tigug durch die Eoberung. Doch zu tiefen - dann auch verantwortungsvollen Gef?hlen ist ein solcher Mensch nur selten f?hig. Er kann nur schwer wirkliche N?he zulassen und sein Herz ?ffnen. Er k?mmern sich nicht um die Gef?hle anderer, er sieht seine eigenen Bed?rfisse, die eigene Best?tigung des Egos und verpackt seine Schw?che sehr geschickt hinter der "starken" Maske als Autorit?t.

2. bei der Frau wirkt m?glicherweise eine Art ?Vaterkomplex?. Sie sucht den ?starken? Mann, der Ihr hilft, sie Ernst nimmt, f?r sie da ist und der sie damit ?erh?ht? ? glaubt sie, weil er sich mit Ihr besch?ftigt... Das Buch der Autorin Maja Storch, behandelt dieses Thema: "Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann". Sie redet da von Figuren aus Kindheitstagen, die bei der ?starken? Frau, wenn sie sich verliebt eine Rolle spielen, n?mlich unter anderem dem schwachen inneren M?dchen, das sich geliebt f?hlen will, verzweifelt auf Anrufe wartet und unbedingt von diesem Mann angenommen werden will, sprich: ?auf Papa's Scho? will.

Da der Mann keine wirklichen Gef?hle aufbaut, empfindet er ihr Verhalten als "klammern" und wird ihrer schnell wieder ?berdr?ssig...

Folgendes habe ich noch im Internet gefunden, eine Studie ?ber das Zusammenspiel von Massagen und Befinden: ?Bei Massagen wird Oxytocin ausgesch?ttet, bei Frauen offenbar st?rker als bei M?nnern. Oxytocin wirkt u.a. stressmindernt ( schnellerer Adrenalinabbau, cortisol senkend), angstl?send, schmerzstillend, beruhigend etc.? , alles im l?ngst nicht v?llig gekl?rten Zusammenspiel mit anderen Hormonen und Neurotransmittern. Auch die soziale Interaktionsbereitschaft sowie eine m?gliche sexuelle Reaktionsbereitschaft wird damit in Verbindung gebracht. Bei Frauen kommt das Zusammenspiel mit ?strogen zur Erh?hung des Testosteronspiegels. Und auch: ?Oxytocin bewirkt, das man sich gut f?hlt aber auch der Person, die das Aussch?tten verursacht zugetaner ist.?
wird in einem Artikel behauptet. Oxytocin spielt auch bei der Etablierung von Mutter-Kind-Bindungen eine wesentliche Rolle. Zwischenmenschlich ist die resultierende Bereitschaft zu mehr Offenheit und N?he etwas Ppostitives. Und wenn dann auch noch die restliche ?Chemie? stimmt, dann laufen PatientInnen m?glicherweise auch Gefahr, da? sich bei Langzeittherapien eine erotisch gef?rbt Fixierung an den Ausl?ser des Wohlgef?hls aufbaut.

Ein professioneller Therapeut wei? um solche Reaktionen und auch, dass er manchmal ein bi?chen "angeschw?rmt" wird, aber er bezieht diese Dinge nicht auf sich und f?hlt sich geschmeichelt (im Gegensatz zu meinem Chef, der sein Wissen geziehlt benutzt!), denn er hat den Wunsch durch seinen Beruf, uneigenn?tzig anderen Menschen zu helfen. Und die Patientinnen sollten vorsichtiger sein, Ihre W?nsche in eine Person hineinzuinterpretieren, die professionell ihren Job tun sollte.

Das sind so ungef?hr die psych. Abl?ufe, die ich auch in meiner Praxis beobachtet habe.
Ich glaube mein Chef m?chte sich seinem ?Problem? nicht stellen, denn solange er diesen Beruf aus?bt, baut er wohl schon ?besondere? Verh?ltnisse zu seinen Patientinnen auf. Begreift er denn, das er sich damit auch strafbar macht, damit die Praxis und auch meinen Arbeitsplatz gef?hrtet?  :shock:

Ich bin gespannt, welche Harmonie das Universum da bereith?lt? Aber das es hier f?r alle Beteiligten um Erkenntnis und Wachstum geht, ist mir durchaus bewu?t und das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Gr??e
S.
 :lol:
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« Antwort #5 am: 01. Juni 2005, 17:32:01 »

ich kann dem schwer etwas hinzuf?gen. Und doch sind alles Menschen mit ihren Fehlern und ihren Schw?chen sowie ihren Gr??en.
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Oh Menschen Seele vergi? nicht das du Fl?gel hast"
Angel
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« Antwort #6 am: 09. Juni 2005, 14:01:33 »

Vielleicht macht mein Rechner ja diesmal mit!

Ich finde es nicht ok, das ganze damit abzuspeisen, dass jeder davon bekomme was er/sie suchen.

Solange beide beteiligten alleine in Aktion sind, mag das ja zu treffen. Von dem Moment an, dass hier andere beteiligt sind: Sybille und auch dieses Forum hier, sind weitere Beteiligte dazu getreten.
Ein Heiler, sei er Therapeut, Heilpraktiker, Energie-/Lichtarbeiter oder was auch immer, hat eine besondere Verantwortung. Er hat NICHT das Recht sein Wissen manipulativ einzusetzen. Das ist n?mlich bereits schwarze Magie!

Liebe Sybille, ich wei? nicht was Du tun kannst! Aber ich bezweifle, dass du im Nichtstun verharren kannst.
Spreche mit guten Freundinnen/Freunden, wie sie dir aus dieser Situation helfen k?nnen, und wie sie dir helfen k?nnen das richtige zu tun!

Gru?
Angel
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« Antwort #7 am: 11. Juni 2005, 08:52:48 »

bedarf es wirklich einem urteil des dritten?
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Angel
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« Antwort #8 am: 20. Juni 2005, 13:11:41 »

Lieber B!
In der Hoffnung, dass ich diesmal meine message posten kann diese Antwort:
Es geht nicht um Urteile. Es sei denn du bist der Auffassung, dass wir nicht die Aufgabe haben Menschen beiseite zu stehen, die versuchen, auf welchem Weg auch immer ans Licht zu kommen. Wenn wir Zeuge von unguten Taten werden, so ist dies doch ein Aufruf an uns dem Anderen zu helfen sich selbst zu erkennen, oder nicht? Warum sollten wir denn Zeuge sein, wenn nicht um der Wahrheit, der Wahrhaftigkeit, dem Licht, der Reinheit zu dienen?
Gewiss geschieht dies auch mit Umwegen. Aber wenn wir die Taten eines Anderen Spiegeln, um ihn/sie sehen zu lassen, was er ist und was er tut, kann ich dann so tun als sei ich garkein Spiegel?
Missbrauch hat seine Gr?nde. Sie dient dem Missbrauchendem und dem Missbrauchten ? gewiss. Aber es ist und bleibt trotzdem steckt in dem Wort ja nicht nur das Wort ?brauchen?, sondern auch das Wort ?miss? und darin steckt der Begriff des ?falsch?.
Ein Mensch der andere falsch (ge-) braucht, schadet doch auch sich (und dem anderen). Soll ich tats?chlich so tun, als h?tte ich nichts bemerkt. Ist es denn, von dem Moment an, dass ich Kenntnis von diesem falschen gebrauchen habe , nicht meine Pflicht ihm dies zu sagen, damit er die Chance hat tiefer in seine Seele vorzudringen?
Ich pers?nlich sehe es so, und ich sehe es auch als meine Pflicht an, nicht nur als Recht.
Gru?
Angel

PS: leider kam Deine Meldung, dass wir uns schon am Samstag zuvor getroffen hatten, zu sp?t!
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Bob
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« Antwort #9 am: 21. Juni 2005, 13:34:06 »

Zitat
Ist es denn, von dem Moment an, dass ich Kenntnis von diesem falschen gebrauchen habe , nicht meine Pflicht ihm dies zu sagen, damit er die Chance hat tiefer in seine Seele vorzudringen?

Zitat
Mein Chef, der wie ich Heilpraktiker und Physiotherapeut ist und sich seit ca. 25 Jahren mit asiatischer Medizin besch?ftigt, hat regelm??ig sexuelle Verh?ltnisse zu seinen Patientinnen


Also ich wei? nicht ob wir hier von Miss-brauch reden k?nnen wie es im eigentliche Sinne verwendet wird. Nach dem was ich oben lese sind beide Personen in einem freiwilligen Verh?ltnis, und ich wage zu bezweifeln welche Pflicht hier eine dritte Person hat.
So sei Licht in dieser Welt und geben denen Hoffnung die drum bitten.
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Sybille
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« Antwort #10 am: 21. Juni 2005, 15:07:05 »

Hallo Angel

Ich habe ?ber Dein Argument nachgedacht  und stimme dar?ber mit Dir ?berein, dass sich Menschen ?ber die Situationen in die sie sich gemeinsam begeben, spiegeln um eine Erfahrung daraus zu ziehen.
Menschen die sich reflektieren k?nnen und die auch eine gewisse emotionale Kompetenz mitbringen, haben gute Chancen, aus dem Erlebten eine positive Erfahrung die dem Wachstum dient, zu ziehen.
Emotionale Kompetenz ist eine hochentwickelte von Liebe und Mitmenschlichkeit gepr?gte F?higkeit, eigene Gef?hle wahrzunehmen und sie in ihrer Komplexit?t zu verstehen und sie mit anderen Menschen auszutauschen. Sie beinhaltet ein gew?nschtes und nicht manipulatives Geben und Nehmen von Anerkennung und Zuwendung jeder Art...
Der Mensch von dem ich rede, ist jetzt fast 50 Jahre alt und lebt seit dem Ergreifen seines Berufes vor ca. 25 Jahren auf diese Art und Weise.

Ich glaube ohne den psychologischen Sachverstand zu haben, das mein Chef eine psychotische Pers?nlichkeitsst?rung hat.
Dieser Mann braucht die schon fast narzistische Selbstbest?tigung durch sexuelle Eroberungen, aus meiner Sicht eine Art Abwertung des anderen Geschlechts, das man erst umgarnt, manipuliert, benutzt und dann ablegt und beliebig austauscht. Dabei nimmt er auf die Emotionen des gegen?ber keine R?cksicht mehr. Er merkt, da? die Frauen massiv abnehmen und emotionale bis k?rperliche Probleme bekommen. Es geht um Machtspiele, um Sieg, Triumph, Unterwerfung, denn wenn eine Frau seinem Ego nicht mehr dient und ihn nicht mehr best?tigt, sondern fordernd oder fragend auftritt, wird sie durch die n?chste verliebte Frau, die ihn anhimmelt ersetzt.
Aus Studien von Psychologen zu ?bergriffen von Psychologen gegen?ber Patienten wird folgenden Definition dieser St?rung gebracht
>>> (1.) psychotische St?rungen des Therapeuten - dies ist die bei weitem kleinste Gruppe; (2.) Therapeuten mit deutlichen Z?gen einer antisozialen Pers?nlichkeit, hierunter finden sich auch narzi?tisch schwer gest?rte Therapeuten, mit einer nur geringen F?higkeit, sich ihren Patienten mitf?hlend zuzuwenden und einer ebenso geringen F?higkeit, Schuld und Bedauern ihren Patienten gegen?ber zu empfinden;
(aus: Wolfgang Tress, Michael Langenbach (Hg) Ethik in der Psychotherapie. Vandenhoeck & Ruprecht, G?ttingen 1998 ISBN 3-525-45832-0)

M?nnlichkeit manifestiert sich f?r diesen Mann in der sexuellen Eroberung m?glichst vieler Frauen. Zum einen hat er die (sexuelle ?) Beziehung zur Ehefrau, um Nachkommen zu zeugen und um die Ehefrau als Mutter zu achten. Dann hat er Sex mit einer ?Bekannten? oder in seinem Fall feste Beziehung zu mehreren ?Bekannten? (die er zu 70% aus seiner Patientenschaft sowie Kursen ?rekrutiert?). Manche Beziehungen gehen 2-3 Jahre lang, manche nur ein paar Monate. Ich sehe die Frauen, wenn sie abends im Warteraum sitzen bis der letzte Patient und wir gegangen sind. Alle Frauen sind verheiratet oder haben feste Beziehungen, damit sie ihm sp?ter nicht all zu gef?hrlich werden k?nnen, da sie ja auch etwas zu verlieren haben.

Im Umgang mit uns Mitarbeiterinnen ist er nicht Kritikf?hig (und sicherlich auch nicht im Umgang mit den Aff?renfrauen sowie mit seiner Frau) und versucht durch ein bestimmendes ElternIch- das sein Kind ma?regelt immer die Kontrolle und damit die Machtposition zu wahren. Er wehrt sich massiv mit Verneinung, ablenken vom Thema oder Aggression, wenn man ihm Hinweise auf sein unkorrektes Verhalten gibt.
Er ist st?ndig daran interessiert im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und gelobt zu werden, genauso wie er ?berm??ige damit besch?ftigt ist, ?u?erlich attraktiv zu erscheinen und ?jung? zu bleiben. Er hat das Gef?hl, kein Ziel in seinem Leben zu haben, da er alle ?u?eren Ziele erreicht hat. Auch die Eroberungen bringen ihm nicht die Erf?llung, die er sucht, sondern nur kurzfristige Best?tigung.
Die Wichtigkeit, die innere Reise anzutreten und die Aufl?sung seiner Komplexe zum Ziel zu machen, macht ihm Unbehagen, dem er weiter ausweicht. Er stellt sich seiner Aufgabe nicht!

Meine Kollegin hat Angst um ihren Arbeitsplatz und gibt den Frauen die Schult und schaut diese Frauen oft vorwurfsvoll an. Sie verwechselt Ursache und Wirkung. Die Ursache sitzt in der Praxis wie eine fette Spinne, die ihr Netz ausgebreitet hat, bis der n?chste Schmetterling hineinflattert, umwickelt wird um in die Speisekammer geh?ngt zu werden (sprich: in seinem Terminkalender verwaltet zu werden...).
Dieser Mann ist nicht in der Lage Verantwortung f?r sein Handeln zu ?bernehmen, denn ich glaube, er hat schon viele traurige, w?tende oder kl?rende Abschiedsbriefe erhalten. Ich lehre ja den Briefkasten und fische die an ?privat? adressierten Briefe heraus.

Als Mitarbeiterin bin ich keine betroffene Patientin und kann keine Anzeige stellen, aber ich werde mich langfristig um eine neue Stelle bem?hen und wenn dann eine Frau auf mich zukommen w?rde, w?rde ich f?r sie auch vor Gericht aussagen.
Soviel bin ich meinem Gewissen schuldig.

?Wer der Liebe ganz entsagt, ist nicht weniger krank als der, der ihrer allzu sehr begehrt.?
(Euripides, griechischer Trag?diendichter, ca. 480 ? 406 v. Chr.)

Hallo Bob:
Der Begriff ?Sexueller Mi?brauch? ist gesetzlich im ? 174c STGB geregelt und definiert ein sexuelles Verh?ltnis w?hrend eines Behandlungs- Betreuungs- und Beratungsverh?ltnisses eindeutig als Mi?brauch. Es wird nicht nur der Mi?brauch mit Kindern oder geistig behinderten Menschen geregelt, sondern auch mit Erwachsenen in einem Abh?ngigkeits-, und Vertrauensverh?ltnis...Im Internet kann man viel dazu erfahren, aber auch in B?chern wie diesem zum Beispiel.
Werner Tschan:
Missbrauchtes Vertrauen
Grenzverletzungen in professionellen Beziehungen, Ursachen und Folgen: Eine transdisziplin?re Darstellung

Nach dem Motto ?Was nicht ausdr?cklich verboten ist, ist erlaubt? nutzen einige Fachleute das Vertrauensverh?ltnis zu ihren KlientInnen, Sch?lerInnen, MitarbeiterInnen zur Befriedigung eigener sexueller Bed?rfnisse aus.
Der Schaden, den die Betroffenen erleiden, muss erkannt werden, ihre Leiden und ihre Verzweiflung m?ssen wahrgenommen werden. Meist wird viel zu wenig bedacht, dass vor dem eigentlichen Missbrauch oft eine l?ngere Zeitspanne liegt, in der unz?hlige Grenz?berschreitungen stattfinden k?nnen, bis es schlie?lich zur Grenzverletzung kommt. Der Autor, der seit ?ber zehn Jahren in der Opfer-, T?ter- und Insitututionsberatung bei sexuellen ?bergriffen t?tig ist, beschreibt aus unterschiedlichen Perspektiven die Folgen von Missbrauch in professionellen Beziehungen.

Gr??e Sybille  :lol:
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Bob
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« Antwort #11 am: 21. Juni 2005, 16:32:27 »

Zitat
geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschlie?lich einer Suchtkrankheit


Sind die Patienten geistig, seelisch oder behindert ? Oder haben Sie k?rperliche Beschwerden ?

Zitat
Der Schaden, den die Betroffenen erleiden, muss erkannt werden

hast du mal eine Patientin gefragt ob Sie das Verh?ltnis als Schaden anseht ?

Ganz ehrlich h?rt sich das alles f?r mich etwas einseitig an. Das was ich aus euren Texten entnehme ist das er alleine sch?n deswegen Schuld ist weil er ein Mann ist. (Nein ich finde nicht gut was er macht, aber es ist sein Ding.)
Ich frage mich nur vorher ihr euch das Recht (Pflicht) nehmt etwaige Verbindungen des Lebens zu kontrollieren. Beide Personen befinden sich in einem freiwilligen Verh?ltnis, und beide Personen haben die F?higkeit SELBST-ZU-DENKEN.
Ich sage nicht das ihr nicht eure Meinung sagen sollt, aber traut ihr euch das?

Zitat

Meine Kollegin hat Angst um ihren Arbeitsplatz und gibt den Frauen die Schult und schaut diese Frauen oft vorwurfsvoll an

F?llt das dann nicht eigentlich auch unter ? 174c STGB ? ("...Betreuungsverh?ltnisses vornimmt oder an sich von ihr vornehmen l??t..."). Das habt ihr doch als Mitarbeiter auch. Da gibts doch ganz sicher auch ein ? f?r, welcher die Pflicht des Wegschauens regelt.

Gehts euch um etwas rechtliches - Dann tut etwas !

Mir stellt sich nur die Frage was das Thema euch spiegelt? So ganz gelassen tretet ihr dem ja nicht entgegen.

Auf dem Weg ins Licht w?rd ich erst einmal bei mir anfangen, dann bei mir, sp?ter bei mir und danach immer noch nicht bei anderen.

in diesem Sinne
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« Antwort #12 am: 21. Juni 2005, 16:38:37 »

? 323c
Unterlassene Hilfeleistung
Wer bei Ungl?cksf?llen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umst?nden nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten m?glich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

f?llt mir da gerade noch spontan zu ein...
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« Antwort #13 am: 22. Juni 2005, 13:13:51 »

Hallo BOB,

bitte f?hle Dich nicht als Mann angegriffen. M?nner sind etwas wunderbares, einzigartiges, sch?nes, liebenswertes ...und vieles mehr.
Ich m?chte nur das Verhalten eines Therapeuten egal ob m?nnlich oder weiblich zur Kenntnis bringen. Sicher k?nnen sich Menschen verlieben oder haben andere Gr?nde f?r intime Aktivit?ten, keine Frage. Aber seine berufliche Stellung ganz geziehlt und regelm??ig zu benutzen ist nicht mehr nur eine Frage der Anschauung, sondern gezielt geplanter und durchgef?hrter Mi?brauch.

Der ? wurde 1998 in Kraft gesetzt, wurde dann im Jahr 2003 mit dem Zusatz "wegen einer k?rperlichen Krankheit" modifiziert.

?...oder wegen einer k?rperlichen Krankheit oder Behinderung zur Beratung, Behandlung oder Betreuung anvertraut ist, unter Mi?brauch des Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverh?ltnisses vornimmt oder an sich von ihr vornehmen l??t, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f?nf Jahren bestraft.?

Ich habe mich bei einem Heilpraktiker Verband informiert, der auch in seinen Pr?fungen Bezug auf ?174c nimmt und folgende Aussage erhalten:
?Das deutsche Strafrecht verbietet ausnahmslos und global sexuelle Handlungen an Patienten oder Betreuten (? 174c StGB). Mit dem Absatz 2 ist auch eine Ausdehnung auf Psychotherapeuten erfolgt. Absatz 3 stellt auch den Versuch hierzu unter Strafandrohung. ? 184c StGB stellt in Absatz 1 klar, da? die 'sexuellen Handlungen' gegen?ber dem gesch?tzten Rechtsgut von einiger Erheblichkeit sein m?ssen." ....

Das Gesundheitsamt ist nicht f?r solche F?lle zust?ndig, der Heilpraktikerverband w?rde den Vorfall untersuchen und den Parktiker ausschlie?en, sobald er ?berhaupt Mitglied dieses Verbandes ist. Die einzige rechtliche Regelung ist eine Strafanzeige des ?Opfers?, die dann vor Gericht gebracht wird.
Ich habe mich oft gefragt, ob ich Hilfe unterlasse, desshalb besch?ftigt mich das Thema wohl auch so sehr. 2 Frauen habe ich nach einiger Zeit durch Zufall privat getroffen. Beide gestanden mir, in die ?falsche Richtung? gegangen zu sein, hatten Schuldgef?hle und waren emot. sehr mitgenommen, was auch weitere gesundheitliche Folgen hatte, die sie in einer anderen Praxis kurrieren lie?en. Beide wollten nichts unternehmen, da sie in Beziehungen leben.

Also Bob, nichts gegen die wunderbaren M?nner im allgemeinen und danke auch daf?r, da? ich mich mit Dir hier so erfrischend austauschen kann..
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« Antwort #14 am: 24. Juni 2005, 16:10:51 »

Hallo BOB,  Cool

ich habe noch einmal ?ber deine argumentation zur spiegelung nachgedacht und nachgelesen und glaube verstanden zu haben, was du meinst.
es geht also von spiritueller Wachstumswarte nicht um begriffe wie "T?ter" und "Opfer", sondern um das Aufzeigen ?hnlicher Verhaltensmuster zweier personen, die zum zweck haben soll, das sich diese personen ?ber eine spiegelung des problems selbst erkennt und heilen kann. falls ihr das nicht gelingt, wird sie die jeweilige situation immer wiederholen, vielleicht sogar bis zu krankheit oder tod.

Folgende texte habe ich etwas zusammengefa?t (kopiert) und m?chte sie zur ansicht/diskussion stellen:
(((" Es gibt eine Vielzahl m?glicher krankmachender Konstellationen und Bedingungen in der Familiensituation und eine genauso gro?e Zahl von Folgen auf die Entwicklung des Kindes.

Generell geht die Psychoanalyse davon aus, dass schwere, unverarbeitbare Erfahrungen in der Kindheit verdr?ngt werden m?ssen, weil die kindliche Pers?nlichkeit anderenfalls darunter zusammenbrechen w?rde. Kein Kind kann z.B. l?ngere Zeit ertragen von Elternteilen nicht geliebt oder gar teilweise gehasst zu werden. Die Psychoanalyse verspricht sich Heilung von der Bewusstmachung des Verdr?ngten. Verdr?ngte Erfahrungen sind einer Bearbeitung und Verarbeitung durch das Bewusstsein entzogen und k?nnen nicht in die Pers?nlichkeit integriert werden. Teilweise muss Trauerarbeit nachgeholt werden, alte Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster m?ssen nachdem sie als Teil der pers?nlichen Geschichte erkannt wurden, durch neue ersetzt oder erg?nzt werden.
Unverarbeitete Anteile einer Lebensgeschichte oder Defizite an N?he und W?rme schr?nken die Pers?nlichkeit ein und/oder f?hren zu unangemessenen Verhaltensmustern. Oft kommt es auch zu dem sogenannten Wiederholungszwang. Freud erkannte, dass wir manche f?r uns kritischen und unverarbeitbaren Situationen unbewusst immer wieder herstellen (inszenieren), in der gleichfalls unbewussten Hoffnung dieses Problem doch noch zu l?sen. So sucht sich eine Frau, die als Kind unter ihrem kalten, unnahbaren Vater gelitten hat, oft wieder unbewusst einen solchen Mann aus und wiederholt mit ihm die alten K?mpfe und Konflikte.
M?nner die zum Beispiel nie die emotionale Abkopplung von der Mutter vollzogen konnten (mutters?hnchen Komplex) und durch diese emotionale Verbindung gelitten haben, da sie nie ihre Eigenst?ndigkeit und damit ein positives Selbstwertgef?hl aufbauen konnten, f?hlen sich stark zu Frauen hingezogen und m?chten ihre Verletzungen in der Situation heilen, indem sie sich immer neuen Frauen sexuell zuwenden,ohne sich emotional zu ?ffnen. Auch hier eine Wiederholung von alten K?mpfe und Konflikte
Oft erg?nzen sich solche Muster bei Beziehungs-Paaren auch auf unheilvolle Weise und f?hren zu einer Dynamik aus der die Beziehungs-Paare alleine nicht mehr herausfinden.

Das Ganze wird auch ?bertragung genannt: Verschiebung, ?bertragung, bzw. Projektion von Gef?hlen, Haltungen, Reaktionen, Gedanken auf Andere.
Hauptwirkungen einer ?bertragung
Man ist sich in der Regel dieser ?bertragung nicht bewusst
W?hrend der ?bertragung befindet man sich nicht in der Gegenwart
Das fr?here Selbst bezieht sich auf einen verinnerlichten fr?heren Bezugspartner (meist Vater oder Mutter) und projiziert diesen auf die gegenw?rtige Bezugsperson.
Das fr?here Selbst hypnotisiert das jetzige Selbst derart, dass dieser glaubt die Gegenwart sei die Vergangenheit
Das fr?here Selbst, das auf den verinnerlichten fr?heren Bezugspartner (Vati/Mutti) ausgerichtet ist, tr?gt alle Geschichten, Assoziationen, Gef?hle und Erinnerungen mit sich, w?hrend der ?bertragung wird nun der gegenw?rtige Bezugspartner wie der fr?here Behandelt und f?hlt sich oft auch so.
Das jetzige Selbst kann fr?here Bezugspartner nicht nur auf einzelne Personen sondern auch auf Institutionen ?bertragen
 
Selbstbetrachtung / Selbstbildnis : Wie wir uns selbst sehen h?ngt davon ab wie unsere Eltern uns gesehen haben denn wir behandeln uns selbst so wie unsere Eltern uns behandelt haben, wir sehen uns so wie unsere Eltern uns gesehen haben. Wir verinnerlichen unsere Eltern !!!

Ursache dieser Probleme ist der Selbstwert:
Unter Selbstwert versteht man den Eindruck, den man von sich selbst, seinen F?higkeiten und seinem Charakter hat. Er h?ngt mit dem Wert zusammen, den man dem eigenen Leben beimisst.
Die Basis eines gesunden Selbstwertgef?hls wird in der Kindheit gelegt - vor allem durch das Ausma? an Liebe, die das Kleinkind von den Eltern erf?hrt.
Das Selbst-Bild ist ein Modell und als Modell kann es ver?ndert werden (  personale Identit?t). Menschen mit hohem Selbstwert haben viele Teile in sich integriert und leben  kongruent


Alte Wunden heilen
Einer der wichtigsten Schritte zur Selbstliebe besteht darin, sich alten Schmerzen zu stellen. Das Zauberwort, das alles ?ndert, hei?t ?Selbstliebe?. Wenn Sie beginnen, sich mehr zu lieben, wissen Sie instinktiv, dass alte, nicht verarbeitete Schmerzen eine zerst?rerische Wirkung auf Ihr Leben haben. Jede Verletzung aus der Vergangenheit, die als ?Leiche im Keller? liegt, kann daran schuld sein, dass Partnerschaften nicht funktionieren, das Berufsleben unbefriedigend ist und Dauergroll das psychische Klima vergiftet. Denn ungel?ste Probleme und verdr?ngte Gef?hle sind Dauerstress f?r Seele und K?rper und k?nnen auch k?rperliche Krankheiten ausl?sen.

 Als Fortgeschrittener in Sachen Selbstliebe werden Sie aus diesem Grund brennendes Interesse daran entwickeln, diese Leichen herauszuholen und sie im Licht des Tages zu betrachten. Vielleicht ist es n?tig, sich jahrelang unterdr?ckten Hass einzugestehen, furchtbare ?ngste zuzulassen und so M?glichkeiten zu einer positiven Ver?nderung zu schaffen. Erst wenn ich ?ja? sage zu meinen seelischen Wunden und den dazugeh?rigen Schmerz akzeptiere, bin ich frei.
"  )))

Bis bald
S.  :idea:
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