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Autor Thema: Abschied vom ersten Medienpapst  (Gelesen 940 mal)
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« am: 14. Mai 2005, 16:32:38 »

Johannes Paul II: "F?rchtet euch nicht vor den neuen Technologien"
 
Rom (pte/04.04.2005/09:56) - Mit Johannes Paul II. wird auch der erste Medienpapst zu Grabe getragen. Der am Samstagabend verstorbene Papst wird zwar vor allem wegen seiner politischen und sozialen Initiativen in Erinnerung bleiben, aber Johannes Paul II. hat die katholische Kirche auch ins Informationszeitalter gef?hrt. Wie kein anderer Pontifex vor ihm hat er die Massenmedien genutzt, um die Botschaft der Kirche zu verk?nden. Die Inszenierung war perfekt. Von seinem Nachfolger erwarten - vor allem in Westeuropa - viele, dass er nun auch den Rest der katholischen Kiche ins 21. Jahrhundert f?hrt.

Unter der F?hrung von Johannes Paul II. hat sich die katholische Kirche http://www.vatican.va/phome_ge.htm neuen Medien gegen?ber sehr aufgeschlossen gezeigt. In einem apostolischen Brief hat der Papst im Januar 2005 - noch vor seinem Krankenhausaufenthalt - zu ihrer Nutzung in der vatikanischen Arbeit der Weltkirche aufgerufen und sie auch selbst immer wieder genutzt, um mehr Menschen zu erreichen. "F?rchtet euch nicht vor den neuen Technologien", war seine Botschaft in dem Brief. "Wenn sie (die Medien) im Dienst der V?lkerverst?ndigung stehen, sind sie eine m?chtige positive Ressource, wenn sie benutzt werden, um Ungerechtigkeit und Konflikte zu n?hren, eine zerst?rerische Waffe", so der Kirchenf?hrer in dem im Februar ver?ffentlichten Schreiben. Die Medien sollten zu F?rderern "der Solidarit?t und des Friedens" werden, Medienerziehung sei daher sehr wichtig.

Johannes Paul II. hat den Kontakt mit popul?ren kommerziellen Medien nicht gescheut, auch wenn sie gemeinhin mit der vom Papst oft kritisierten Konsum- und Spa?gesellschaft in Verbindung standen. Die Funktionsweisen der Erlebnisgesellschaft hatte der Papst jedoch sehr gut verstanden und f?r die Kirche zu nutzen gewusst. Der Papst hat nicht nur B?cher verfasst, sondern auch Musik-CDs aufgenommen. Im katholischen Spanien war er mit von ihm gesungener Kirchenmusik sogar ganz oben in der Hitparade. Die t?gliche Botschaft des Papstes war per SMS verf?gbar. Auch das Internet nutzte die Weltkirche unter seiner F?hrung als Instrument zur Verk?ndung der katholischen Heilslehre. Sogar einen Schutzpatron bekam das Internet unter Johannes Paul II., n?mlich den Heiligen Isidor von Sevilla.
 
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