|
JimmyVoice
|
 |
« am: 10. Februar 2005, 19:08:04 » |
|
10. Feb Im Sommer 2001 warnten Geheimdienste die US-Luftfahrtbeh?rde 52 Mal vor Osama bin Laden, Al Qaeda und Jet-Entf?hrungen. Ein Kommissionsbericht enth?llt die Fehler vor der gr??ten Niederlage der USA.
Die US-Regierung hat f?nf Monate lang verhindert, dass die volle Wahrheit ?ber die Fehlleistungen von Bundesbeh?rden vor den Terroranschl?gen vom 11. September 2001 ver?ffentlicht wird. Nun wird der Bericht der 9/11-Kommission von US-Medien vollst?ndig wiedergegeben, und er zeigt ein ganz neues Bild vom Versagen US-Staatsbediensteter. Nachdem nun der zuvor geheime Teil des Berichts ebenfalls offengelegt wurde, steht fest: Die US-Luftfahrtbeh?rde verf?gte ?ber so klare Geheimdienst-Informationen dar?ber, was an Anschl?gen zu bef?rchten ist, dass sie rechtzeitig h?tte Ma?nahmen ergreifen k?nnen. Bislang hie? es, mangelnde Koordination von Geheimdiensten und unklare Informationen h?tten dazu gef?hrt, dass die US-Regierung sozusagen in bester Absicht ahnungslos gewesen war, bis das erste Flugzeug ins World Trade Center einschlug. Fehler ja, Verantwortung der Regierung nein. Der Gro?teil der Kritik bezog sich dann auf die zun?chst planlose und unkoordinierte Reaktion auf die Terroranschl?ge.
52 Warnungen Wie die ?New York Times? aus dem geheimen Teil des Reports der 9/11-Kommission berichtet, w?re jedoch sehr wohl Pr?vention m?glich gewesen. Zwischen April und September 2001 hatten demnach 52 Geheimdienstberichte - die H?lfte aller einschl?gigen Informationspapiere - die US-Luftfahrtbeh?rde FAA auf Terrorgefahren hingewiesen, die von Osama bin Laden und seinem Terrornetzwerk Al Qaeda ausgingen.
Aufmerksamkeit galt im Sommer 2001 vor allem m?glichen Entf?hrungen amerikanischer Flugzeuge im Ausland. Jedoch: ?Wenn Flugzeugentf?hrer nicht beabsichtigen, Geiseln gegen H?ftlinge auszutauschen, sondern sich in einer spektakul?ren Explosion selbst zu t?ten, d?rften sie eine Flugzeugentf?hrung auf amerikanischem Boden vorziehen?, warnte die FAA selbst im Fr?hjahr 2001 amerikanische Flughafenverwaltungen. Auf die Gefahr von Entf?hrungen und Selbstmordanschl?gen hatten zuvor f?nf der 52 Berichte die FAA konkret aufmerksam gemacht.
Kostensenkung ging vor Doch nichts geschah. Einerseits scheuten die Flughafengesellschaften die Kosten f?r versch?rfte Sicherheitsma?nahmen, so die ?New York Times?, andererseits verweigerten die Fluggesellschaften weitere Checks, weil sie sich in jenen Monaten bem?hten, ebenfalls sehr kostentr?chtige Versp?tungen im ?berlasteten Luftraum der USA abzubauen. Die FAA indessen konzentrierte sich auf jene Warnungen der Geheimdienste, die sich auf Terrorgefahren im Ausland bezogen. Eine merkliche Versch?rfung der Kontrollen gab es aber auch dort nicht - nicht einmal den verst?rkten Einsatz von Nahkampf-geschulten Air Marshals in US-amerikanischen Flugzeugen. Die Fluggesellschaften mochten dazu nicht wertvolle Sitze unentgeltlich freigeben, und die FAA machte keinen Druck, es durchzusetzen.
Tats?chlich haben FAA-Beamte im Sommer 2001 mehrere geheime Treffen von Sicherheitsleuten der 19 wichtigsten US-Flugh?fen allein den Terrorwarnungen vor Osama bin Laden und Al Qaeda gewidmet, so der Bericht. Zus?tzliche Mittel f?r Sicherheitschecks oder erh?hte Aufmerksamkeit gab es nicht. Auch auf der F?hrungsebene der FAA spielten die alarmierenden Berichte keine Rolle. Erst nach dem 11. September 2001 wurden Hunderte Millionen Dollar investiert, um binnen weniger Wochen die Sicherheitsma?nahmen so zu versch?rfen, dass es die Attent?ter vom 11. September heute deutlich schwerer h?tten, ihre Messer an Bord eines Passagierflugzeugs zu schmuggeln.
Seinerzeit waren einige von ihnen zwar von Geheimdiensten als Verd?chtige gef?hrt worden. Doch die FAA-Liste solcher Personen wurde laut ?NYT? erst nach dem 11. September 2001 aktualisiert. (netzzeitung.de)
|