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Autor Thema: Gen-Kartoffel enthalten Impfstoff gegen Hepatitis B  (Gelesen 1003 mal)
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« am: 19. Februar 2005, 14:10:02 »

Erfolgreiche Tests kommen zu sp?t

Tempe - Gentechnisch ver?nderte Kartoffel, die einen Impfstoff gegen Hepatitis B enthalten, haben die ersten Tests an Menschen erfolgreich absolviert. Entwickelt wurden diese Kartoffeln vom Team um Charles Arntzen an der Arizona State University. asu.edu Eine Schwierigkeit besteht laut NewScientist allerdings darin, dass derzeit der Trend von Impfstoffen, die in Lebensmitteln wie Bananen, Tomaten oder Kartoffeln enthalten sind, weg geht. Fr?her wurde gehofft, dass die gentechnisch ver?nderten Lebensmittel eine weniger kostenintensive Alternative f?r ?rmere L?nder sein k?nnten. Derzeit wird das Risiko als zu hoch eingesch?tzt, wenn derartige Lebensmittel versehentlich in Gesch?ften oder auf dem Markt verkauft werden. Die Entwicklung konzentriert sich derzeit auf Impfstoffe, die in den Bl?ttern von Pflanzen enthalten sind, die nicht als Nahrungsmittel verkauft werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences pnas.org ver?ffentlicht.

Arntzen erkl?rte, dass die Forscher in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr mit Kartoffeln gearbeitet h?tten. "Heute reden wir nicht mehr von essbaren Impfstoffen sondern von hitzebest?ndigen oralen Impfstoffen." Jetzt werden gemahlene Bl?tter allerdings wie konventionelle Medikamente in Gelatinekapseln verabreicht. Derzeit werden Versuche mit Tieren durchgef?hrt. Die besten Ergebnisse konnten bisher mit Nicotiana benthamiana erzielt werden, einer Verwandten der Tabakpflanze, die in der Forschung vielfach eingesetzt wird. Als Nahrungsmittel kommt diese Pflanze laut Arntzen nicht in Frage. Die Bl?tter werden geerntet, gewaschen, zerkleinert und zum Haltbarmachen gefriergetrocknet. So haltbar gemacht, k?nnen die Kapseln auch bei gro?en Temperaturen ohne K?hlung gelagert werden. Dieser neue Ansatz gew?hrleistet auch, dass der Impfstoff in gleich bleibenden Dosierungen verabreicht werden kann. Ein Umstand, der sich positiv auf ihre Zulassung auswirken d?rfte.

F?r die Studie a?en Freiwillige fein geriebene St?cke roher Kartoffeln. Ein Teil der Gruppe erhielt Kartoffel, in denen ein wichtiges Protein des Hepatitis B enthalten war. Mehr als 60 Prozent der Teilnehmer, die drei Gaben des Impfstoffes erhalten hatten, bildeten gro?e Mengen von zus?tzlichen Antik?rpern gegen das virale Protein. Wurde der Impfstoff zwei Mal verabreicht, lag dieser Wert bei 53 Prozent. Keiner der Teilnehmer, die normale Kartoffeln a?en, bildete zus?tzliche Antik?rper. Alle Freiwilligen hatten zuvor eine normale Impfung gegen Hepatitis B erhalten. Das bedeutet, dass der Kartoffelimpfstoff eine bereits vorhandene Immunit?t weiter verst?rkte. Arntzen r?umte ein, dass ein Test mit zuvor nicht geimpften Personen wesentlich strenger gewesen w?re.

 
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