Bipolare Störungen – manisch depressive Erkrankung

Bipolare Störungen, auch bekannt als manisch depressive Erkrankung oder manische Depression nehmen mit Zunahme der für sich eigenständigen Depressionen und Manien zu. Zahlen aus dem Gesundheitsreport 2011 belegen diese Aussage in Kombination steigenden Zahlen der verschriebenen Psychopharmaka. Was aber bipolare Erkrankungen / Störungen eigentlich sind, möchte ich heute einmal näher betrachten.

 

Fakten um bipolare Störungen

  • Betrifft weltweit 0,3%-1,9% aller Menschen (das sind alleine in Deutschland ca. 1.552.000 Menschen)
  • Werden auch leichte Fälle mit betrachtet betrifft es weltweit 3-4% der Menschen
  • Bipolare Störungen werden sehr häufig zwischen 20-40 Jahren diagnostiziert und damit sichtbar (aktenkundig)
  • Es betrifft Männer, wie Frauen zu gleichen Teilen
  • Die Ursachen sind bis heute nicht eindeutig bekannt
  • Bipolare Störungen sind auch bekannt als „manisch-depressive Erkrankung“

 

Ursachen

Die Ursachen von bipolaren Störungen sind bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Ärzte wie auch Wissenschaftler gehen nach aktuellem Stand von folgenden Faktoren aus

  • Negative Ereignisse, Lebensumstände, traumatische Erlebnisse (PTBS)
  • Stoffwechselstörung im Gehirn / Körper
  • Genetische Veranlagung
  • Biologische Faktoren
  • Lebenswandel

Bipolare Störungen äußern sich in Stimmungsschwankungen die je nach Ausprägung in zwei Phasen, Episoden unterschieden werden. Manie & Depression. Während Depression eine gewisse Niedergeschlagenheit in der Form beschreibt, dass Betroffene das Gefühl haben das „dunkle Wolken“ aufziehen, wird im medizinischen Bereich häufig die Manie als Gegenteil der Depression beschrieben. Übertriebene Fröhlichkeit, Rastlosigkeit, rastlose Aktivitäten bis hin zu starker Erregung. (Ich bitte um Verständnis das ich Manie und Depression nur sehr grob beschreibe. Beides sind eigenständige und sehr komplexe Themen, wo ich an anderer Stelle tieferen Bezug zu nehmen werde).

Die bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung) schwankt zwischen diesen beiden Bereichen, in Episoden zwischen Manie und Depression. Betroffene können dieses sehr häufig nicht willentlich kontrollieren und leiden zusätzlich über diesen vermeintlichen Kontrollverlust. Sie fühlen sich machtlos, fremdbestimmt und neigen zusätzlich zur Aufgabe. In Kombination mit einer depressiven Phase ist dieses ein sehr gefährlicher Zustand, der oftmals zu Suizidgedanken treibt und in seltenen Fällen auch zum Erfolg führt. Dennoch erleben Betroffene nicht nur den einen oder den anderen Zustand, es gibt auch normale Zeiten. Dennoch schlägt die bipolare Störung ungefragt zu.

Bipolare Störungen zählen zu den Affektiven Störungen.

Es ist wichtig eine bipolare Erkrankung zu erkennen, und entsprechend zu behandeln. Depressionen und Manien, in Kombination zu bipolaren Störungen sind kein Spaß und eine ernste Sache. Nach aktuellen Zahlen aus dem Gesundheitsreport sind dramatische Steigerungen im Bereich psychosomatischen Erkrankungen, explizit Depressionen und Manien zu verzeichnen.
Betroffene erkennen, verstehen und gestehen sich oftmals nicht sofort ein dass sie evtl. krank sind, oder bereits die Kontrolle verloren haben. Aus eigenen Erfahrungen ist das übertriebene vehemente verneinen ein Indiz in Ruhe nachzufragen. Wichtig, bleiben Sie ruhig und machen keine Schuld-Formulierungen! Es geht nicht um krank sein, es geht nicht um Schuld. Es geht um helfen, jemanden der einem am Herzen liegt. Depressionen erkennen hilft.

 

Klassifikation nach ICD-10

F31         Bipolare affektive Störung
F31.0     Bipolare affektive Störung, gegenwärtig hypomanische Episode
F31.1     Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome
F31.2     Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode mit psychotischen Symptomen
F31.3     Bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive Episode
F31.4     Bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
F31.5     Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
F31.6     Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig gemischte Episode
F31.7     Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig remittiert
F31.8     Sonstige bipolare affektive Störungen
F31.9     Bipolare affektive Störung, nicht näher bezeichnet

 

Weiterführende Informationen

http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung

https://www.neue-wege-psychiatrie.de/was_sind_bipolare_stoerungen.html

 

 

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